Deine Grenzen – meine Grenzen: Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS in Jugendhilfeeinrichtungen
Keine psychiatrische Diagnose hat in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit in Fachkreisen und unter Eltern bekommen wie das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS). Obwohl die Diagnose leicht zu stellen erscheint, weil die Symptome so prägnant sind und große Auswirkungen auf das Umfeld der Kinder haben, ist die Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen in der Praxis nicht immer einfach zu vollziehen. Kinder und Jugendliche mit ADHS, die in Einrichtungen der Jugendhilfe betreut und erzogen werden, sind oft von schweren Ausprägungen der Symptomatik betroffen, aber mitunter eben auch von einer Vielzahl anderer Risikofaktoren und Beeinträchtigungen. Hier stellen sich beispielsweise Fragen nach Zusammenhängen zwischen ADHS und frühen Bindungsstörungen, Traumatisierungen oder besonderen Lebensumständen.
Der Umgang mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen stellt, auch in Abhängigkeit vom jeweiligen Alter und Entwicklungsstand, eine besondere Herausforderung für die Erziehungspersonen dar: wie können wir diese Kinder und Jugendlichen verstehen, ihnen gerecht werden, sie angemessen fördern und fordern, und dabei auch unsere Grenzen der Gruppe auf verträgliche Art bewahren?
Theorie-Inputs, Arbeit in Kleingruppen, moderierter Erfahrungsaustausch, Arbeit an Fallbeispielen aus der Gruppe, Selbsterfahrungselemente
Im Vorfeld der Veranstaltung können gerne anonymisierte Fallskizzen mit Fragen aus der Praxis bei der Dozentin eingereicht werden (Bitte unter Angabe des Seminartitels im Büro der GISA einreichen
Mitarbeitende in Jugendhilfeeinrichtungen
01.02. - 02.02.2012
Charlotte Rutz-Becker
130,00 € ohne Unterkunft und Verpflegung, 6,00 € inkl. MwSt. pro Tag für Mittagessen und Pausengetränke (Tee, Kaffee, Wasser)
trainieren
beraten
begleiten
entwickeln
fortbilden
supervidieren
verändern
evaluieren
qualifizieren